meinungskrank

meinungs krank

Und was, wenn man sie nicht hat? Eine Meinung zu den Dingen auf der Welt? Irgendwas meinen muss man doch, spätestens wenn jemand fragt. Will man sich nicht wie Treibholz fühlen, sondern autark und meinungsstark. Aber meint man es ernst, mit der Meinerei, merkt auch das Treibholzgehirn: Es muss sich das schon leisten können, soll es denn die Eigene sein. ERARBEITEN! Aus Gehirnsicht lassen sich Buchstaben kaum widriger kombinieren. Denn es ist FAUL by Default, es delegiert und kopiert und, massiert einem nicht selten aber munter als höchstpersönliche Meinung unter, was es irgendwo vor Bezahlschranken so findet. Oder ein Algorithmus befindet oder eine PR-Agentur erfindet. Gefühlsecht wie Meinung, nur ist es leider nicht die Eigene. Und wenn man im Kopf dann nicht auf die Synapsen klopft, meint man irgendwann nur noch in Schlagzeilen rum, wo es doch Textblöcke und nerdige Fußnoten braucht. Sehr bildstark dann alles zwar, aber leider nur schwarzweiß und wo das hinführt, da möchte niemand sein und auch das Gehirn nicht. Wir meinen, das muss nicht sein. Denn, noch gibt es das nicht. Ein Gebot, das gebietet; „Gehe dahin und bilde dir eine Meinung zu Allem und sage sie zu Allen mit tausend Zungen!“ Wenn also jemand wissen will, was man denn meint, dann kann man auch so bizarre Sätze sagen wie: „Ich weiß zu wenig darüber“. Das geht zwar nur über stählerne Zungen, aber dann hat man es zumindest in der Hand, das Stück  Treibholz.