Ja Mensch! Du hast´s geschafft! Das Auto parkt autonom, der Kühlschrank bestellt von selbst und die KI quakt den Nachwuchs autark in den Schlaf. Man muss also kaum noch selbst was machen und der Kopf wird ENDLICH frei! Frei für Sorgen, Ängste und diffuse Befürchtungen aller Art. Das kann verunsichern und dazu führen, dass man vergisst, wie man korrekt lebt und sich hilfesuchend an Journalisten wendet: „Darf man Betrunkenen heimlich alkoholfreies Bier einschenken? Sind Traumfänger kulturelle Aneignung? Wie rede ich der Liebsten aus, den Familienhund nach ihrer Mutter zu benennen?“ Ernsthafte Sachen. REAL. Gewieftere Gestalten erkennen den Bedarf und schreiben Ratgeber: „Zu dick zu arm zu dumm und jetzt?“ Man erfährt dann, dass die gewiefte Gestalt das alles auch mal war und deshalb weiß, wie sie selbst schlaudünnreich geworden ist. „In 10 Easy Steps zur saucoolen Kuh!“ Soso. Das sind wir aber schon. Bleibt noch die straff wissenschaftliche Betrachtung: Denn alles Zeug, vom hirnlosen Ratgeber bis zum besoffenen Familienhund, besteht aus Molekülen. Und deren Atome wiederum aus Elektronen und Neutronen, mit unfassbar großen Abständen zueinander. Und dazwischen ist: Nichts. Und lässt man das weg, dann schrumpfen die Dinge auf Staubkorngröße oder werden durchsichtig oder beides. Zustände also, die alles sehr entspannt wirken lassen; denn wo nichts ist, da kein Problem. Auch dann nicht, wenn Mops Hildeborg den Traumfänger frisst oder auf die Ratgeberlektüre schifft. Leckerli gibt’s dann zwar keins, aber wenn man die Presse fragt, dann weiß man, ob man es selber essen darf. Spoiler: Nur die ohne TNP*.
*Tierische Nebenprodukte